Hits: 872

Die HELIOVIS AG mit Sitz in Wiener Neudorf hat eine neuartige Konzentratortechnologie für große Solarkraftwerke entwickelt. Kern sind aufblasbare Kunststoffschläuche, welche bis zu 50% Kostenreduktion bei der Energieerzeugung gegenüber heutigen Solarkraftwerken ermöglichen.

Felix Tiefenbacher (© Heliovis)
Felix Tiefenbacher (© Heliovis)

„Erstaunlicherweise gab es bei Solarkraftwerken maßgebliche Neuerungen bislang immer nur im Bereich der Thermosysteme, etwa Speicher oder Fluide, und des Powerblocks, z. B. bei Turbinen; der paraboloide Glasspiegel aber blieb an die 30 Jahre unverändert“, berichtet Felix Tiefenbacher, Co-Gründer und Vorstand der Heliovis AG in Wiener Neudorf.

In Kooperation mit der EVN und der TU Wien wurde beim Kraftwerk Dürnrohr ein rd. 40 m langes Pilotsystem errichtet (Aufbau im Zeitraffer: www.youtube.com/heliovis). Nun baut das junge Unternehmen in Südspanien die erste industrielle Anwendung mit der finalen Länge von 220 Metern und einem Durchmesser von 9 Metern. Noch heuer sollen mit dem HELIOtube im Rahmen eines Horizon 2020-Projekts der EU die Gewächshäuser einer landwirtschaftlichen Kooperative betrieben und auf diese Weise fossile Treibstoffe eingespart werden.

Aufblasbare Solarkonzentratoren aus Kunststofffolien (© Heliovis AG)
Aufblasbare Solarkonzentratoren aus Kunststofffolien (© Heliovis AG)

Der Materialeinsatz pro m2 Spiegelfläche wird von ca. 50 kg bei herkömmlichen Technologien auf ca. 5 kg reduziert. Die Produktion erfolgt “Rolle zu Rolle”, wodurch das eigentliche Kraftwerk in aufgerolltem Zustand einfach und kostengünstig weltweit transportiert und an sonnenreichen Standorten, etwa in Spanien, Kalifornien oder im arabischen/ nordafrikanischen Raum, schnell auf vorbereiteten Halterungen installiert und aufgeblasen werden kann.

Wolfram Krendlesberger  (© Heliovis)
Wolfram Krendlesberger (© Heliovis)

„Ohne die Förderungen der FFG hätten wir das Unternehmen in Österreich nicht aufbauen können“, ist Vorstand Wolfram Krendlesberger überzeugt. Zur Unternehmensförderung bei der Firmengründung kamen in der Folge noch vier Projektförderungen im Rahmen des FFG-Basisprogramms dazu. Diese Unterstützung half mit, aus der innovativen Technologie das zu machen, was sie heute ist. So kann zum Beispiel ein HELIOtube-Solarfeld aufgrund der aerodynamischen Form der HELIOtubes ideal gegen Sandstürme geschützt und über das Windschutzsystem intelligent mit Photovoltaik zu solaren Hybridkraftwerken verschränkt werden.

Die HELIOVIS AG hat für ihre mittlerweile zahlreichen Innovationen etliche Patente angemeldet, mehrere Preise und Auszeichnungen erhalten und bereits das Interesse der internationalen Industrie geweckt.

Heliovis AG
2351 Wiener Neudorf
T: +43 2236 320 198
F: +43 2236 320 198 15
E-Mail: office@heliovis.com
Web: www.heliovis.com