Vorarlberg. Einmal täglich zum Mond und wieder zurück – nein selbst „kreative Spinner“, wie es im Slogan des Feldkircher Unternehmers heißt, haben das Beamen als Fortbewegungsmittel noch nicht erfunden. Vielmehr beschreibt Geschäftsführer Werner Jochum damit die Fadenlänge, die in der Spinnerei Feldkirch täglich produziert wird. Auf Gewicht umgemünzt bedeutet dies eine Menge von 6.000 Kilogramm pro Tag.

Feldkirchnerner Traditionsbetrieb seit 1894

Der 51-Jährige hält dabei die Fäden fest zusammen. „Immerhin bieten wir bis zu 180 verschiedene Qualitäten an. Viele davon sind exklusive Entwicklungen für unsere Kunden, die sich zu einem Drittel in Vorarlberg und zu zwei Drittel im europäischen Raum befinden“, beschreibt der Dornbirner, was den Traditionsbetrieb seit 1894 auszeichnet. Durch ein eigenes Kraftwerk mit drei Turbinen kann der Energiebedarf zu zwei Dritteln eigenständig abgedeckt werden. Rund 100 Mitarbeiter produzieren auf 40.000 Spindelplätzen 2.000 Tonnen Spezialgarne pro Jahr. „Das wäre ohne eine hochqualifizierte Mannschaft nicht möglich“, streicht Jochum den Teamgeist besonders hervor.

(pj), Paul C. Jezek; Lexpress, Jänner 2013